01.07.2010

Maßgeschneiderte Gießkrane von Bang an Wieland Werke übergeben

Fotos: Bang

Heißer Einsatz

Die Wieland-Werke AG ist einer der weltweit führenden Hersteller von Halbzeugen aus Kupfer und Kupferlegierungen mit Hauptsitz in Ulm. Für den Neubau einer Gießerei in Vöhringen wurde Bang Kransysteme im Herbst 2009 mit der Lieferung von zwei Gießkranen beauftragt.




Fotos: Bang

Im Frühjahr 2010 wurden diese beiden Gießkrane mit maximal möglichen Lasten von 63/25/12,5 t bzw. 25 t (bei jeweils 27,10 m Spannweite) bei der Wieland Werke AG schließlich in Betrieb genommen und an die Betreiber übergeben. Die Krane sind zum Transport feuerflüssiger Massen für den harten Dauereinsatz im Gießereibetrieb konzipiert. Mit qualitativ hochwertigen, zuverlässigen Bauteilen wurden maßgeschneiderte und technisch hochwertige Krananlagen für den Transport feuerflüssiger Massen für den Betrieb in einer Gießerei Halle im 3-Schicht Betrieb mit 7- Tage-Woche geschaffen. Alle Hubwerke sind für den Transport feuerflüssiger Massen geeignet und besitzen eine lastabhängige Geschwindigkeitsregelung. Beide Krananlagen werden mit einer Funksteuerung bedient und arbeiten bei Umgebungstemperaturen von +5 bis 50 °C.

Der Aufbau der Krananlage besteht im Wesentlichen aus einer Kranbrücke in Zweiträger-Bauweise mit aufgeschweißter bzw. geklemmter Katzlaufschiene. Großzügig dimensionierte Radlagerungen mit hochwertigen Laufrädern aus 42CrMo4 in geschmiedeter Ausführung nach DIN 15090 sollen für hohe Standzeiten sorgen. Für eine optimale Wartungszugänglichkeit wurden ein Kranbrückenlaufsteg und ein Katzpodest installiert. Die Hubgeschwindigkeiten liegen beim Haupthub zwischen 0,2 und 6,3 m/min, beim Hilfshub "25 t" zwischen 1 und 16 m/min und beim Hilfshub "12,5 t" zwischen 1 und 20 m/min, wobei der maximale Hakenweg etwa 19 m beträgt.

Angesichts der rauhen Einsatzbedingungen wurde eine übersichtliche, robuste und wartungsfreundliche Windwerkstechnik gewählt, die insbesondere für den Transport feuerflüssiger Massen konzipiert worden ist. Bei der Seileinscherung wählte man eine Variante mit jeweils zwei redundanten Seilen, wodurch eine Absturzsicherung und das Halten der Last beim Seilriss gegeben ist. Darüber hinaus wurde ein redundantes Sicherheitsbremssystem installiert.

Die elektrische Ausrüstung der Kransteuerung basiert auf einem Siemens-Failsafe-PLC, die nach der Steuerungskategorie 3 ausgelegt ist. Die komplette Leistungselektronik der Krananlage ist in einem separaten, hermetisch abgeriegelten und klimatisierten Schaltraum untergebracht. Alle Antriebe sind mit einer Frequenzumrichterantriebstechnik ausgestattet. Eine stufenlose Geschwindigkeitswahl und eine verschleißlose, elektrisches Bremsung, mit Bremsenergierückgewinnung/Netzrückspeisung runden die Ausstattung der Krananlagen ab.






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