01.10.2009

Modernisierungskonzepte für Kran-Hallen von Serwe & Eckert

Foto: Serwe & Eckert

Elastische Leistungskur

In Hallen mit Kranbrücken entsteht häufig der Bedarf einer Nutzlasterhöhung der Krane. Dies hat üblicherweise erhebliche Verstärkungsmaßnahmen an einzelnen Bauteilen, wie Krankonsolen, Stützen und Fundamenten zur Folge. Durch das neue Serwe & Eckert-System können diese kostenintensiven Verstärkungsmaßnahmen entfallen: Mit relativ geringem Aufwand kann die bestehende Kranbrücke gegen einen Kran mit höherer Nutzlast ausgetauscht werden. Eine Steigerung der Nutzlast um 50 bis 100 Prozent soll dabei realisierbar sein.

Die konstruktive Grundidee dieser Bauweise besteht darin, durch die Anordnung von elastischen Stützlagern eine entscheidend günstigere Lastverteilung auf die starre Unterkonstruktion, wie Konsolen, Stützen und Fundamente zu erzielen. Hierzu werden zwischen den Kranbahnträgern und deren Auflagern elastische Lager angeordnet. Die Kranbahnträger selbst werden dabei so ausgeführt, dass im Zusammenwirken mit den elastischen Lagern die Lasten nicht nur auf die gerade betroffene Abstützung, sondern auch auf die nächstliegenden benachbarten Stützen verteilt werden.

Um ihre neue Aufgabe erfüllen zu können, werden die Kranbahnträger verstärkt oder in Ausnahmefällen ausgetauscht. Prinzipiell wird durch Erhöhung der Bauhöhe eines vorhandenen Kranbahnträgers dessen Steifigkeit vervielfacht. Der Montageaufwand wird dabei so gering gehalten, dass Produktionsausfälle während der Montage auf das absolute Mindestmaß reduziert werden können. Den geringen Einschränkungen während der Montage stehen als Vorteile die Schaffung zusätzlicher Sicherheit gegen Überlastung der Kranbahnträger und deren Unterkonstruktion durch die verstärkten Elemente gegenüber. Die Träger kommen ferner in ein neues Beanspruchungsniveau ohne wechselnde Spannungen und arbeiten generell in erheblich niedrigeren Spannungsbereichen. Schließlich können die Kosten- und wartungsintensive Dämmbänder zwischen Schiene und Träger entfallen.

Die Herstellung der elastischen Lager kann von jeder Stahlbaufirma übernommen werden. Die anfallenden Lasten sind sich nach Aussage von Serwe & Eckert nahezu unbegrenzt aufnehmbar und durch die patentierten Lager exakt steuerbar. Die Lager selbst sind ohne Wechselbeanspruchung, damit ist eine hohe Betriebsfestigkeit gegeben. Eine Überlastungssicherung soll dauerhafte Funktionstüchtigkeit garantieren und Kranbahnträger sowie Gebäude einschließlich der Fundationen können in erheblich niedrigere Hub- und Betriebsfestigkeitsklassen eingestuft werden.

zurück nach oben
 
Tagesaktuell

Anmeldung

Im FBL-Club registrieren! Passwort vergessen?