Holzwerkstoffhersteller optimiert Intralogistik
Grüne Flottenumstellung
Laminat, das die Fläche der Insel Borkum bedecken könnte - das ist der Jahresausstoß der Agepan Tarkett LaminatePark GmbH & Co. KG in Heusweiler. Im täglichen Einsatz hierfür sind aktuell auch 21 E-Stapler, denn nach einer Effizienzprüfung entschied das Unternehmen die Dieselstaplerflotte zu ersetzen. Die Isfort Staplertechnik GmbH & Co.KG in Heek hat von Beginn an das Projekt mit Beratungen begleitet und das Lösungskonzept erarbeiten.
Das Unternehmensareal des Laminateparks umfasst 16 ha von denen 45.000 m2 überbaut sind. Von der Rohstoffaufbereitung bis zur Bereitstellung für den Abtransport in dem 32 m hohen Hochregallager mit einer Kapazität von 2,5 Mio m2 durchläuft das Holz verschiedene Stationen. Per E-Stapler werden täglich an acht Terminals die palettierten Laminatplatten auf bis zu 45 Lkw geladen. Pro Monat wird so die gesamte Lagerkapazität einmal umgeschlagen.
Umwelt- und Kostengründe gaben den Ausschlag für die Umstellung der Staplerflotte von thermischen auf E-Stapler. Hierzu gehörten unter anderem der Wegfall schädlicher Emissionen, Rußpartikel- sowie Lärmbelastungen. Dank betriebsbedingter Energierückspeisung mittels Gegenstrombremsanlage und beim Senken des Hubgerüstes fallen die Energiekosten für die E-Stapler zudem geringer aus. "Alleine bei den Verbrauchskosten ließ sich ein Verhältnis von ca. 4 zu 1 zwischen Diesel- und Elektro-Stapler ermitteln. Das legte offen, dass sich die Mehrkosten bei Kauf eines E-Staplers sehr schnell amortisieren können", erläutert Klaus Schug, Plant Manager des Laminateparks. Nach Unternehmenseinschätzung könnte sich so ein nahezu 30%-iges Einsparungspotenzial ergeben.
Integriert wurden daher vier neue Elektro-Schwerlaststapler und weitere sieben E-Stapler. Entsprechend dem Einsatzprofil sollten jeweils zwei E-Schwerlast-Stapler für je 16 t und zwei für 12 t Tragfähigkeit, 7 m Hubhöhe und für eine geländebedingte Steigfähigkeit von 20 Prozent bei Volllast ausgelegt sein. Das Lösungskonzept wurde von Isfort erarbeitet und die Serviceabteilung ISFORTcheck trägt für den technischen Kundendienst die Flottenverantwortung. Die Wahl fiel auf eine Exklusivkonstruktion des italienischen Herstellers für Schwerlast- und Hochleistungsstapler Carer. Als Grundlage für die individuelle Konfiguration der Stapler dienten genaue Vorgaben des Einsatzgebietes. Die Carer-Ingenieure konnten hierbei auf das Prinzip der bereits eingesetzten E-Schwerlaststapler R150VLKR zurückgreifen und den neuen R160KN mit technischen Raffinessen für die geplanten Einsätze im LaminatePark entwickeln.
Der neue E-Stapler benötigte einen kleineren Wenderadius und luftbereifte Zwillingsvorder- und Hinterräder wirken als Schwingungsdämpfer. Für die Fahrersicherheit sorgen ein Kamerasystem sowie ein ergonomischer Fahrerhochsitz. Ein Rückfahrsummer und Rundumleuchten signalisieren dem Umfeld zudem die Stapleraktivitäten. Eine Allwetterkabine ermöglicht auch die Arbeit in Außenbereichen. Die Funktionsdaten kann der Fahrer über das "EasyInfo" kontrollieren. Weitere Merkmale sind ein 50 kW-Elektro-Fahrmotor, 42-kW-Hubmotoren, Servolenkung, stufenlose Schaltung und Impulssteuerung. Die Batterien in einer Doppelkammer dienen gleichzeitig als Gegengewicht. Ihre Kapazität reicht je nach Einsatz für 8-10 Arbeitsstunden. Zur Kühlung baute Isfort zusätzliche Lüfter in die Stapler und tauschte die Frontscheibenheizung zur Verbesserung der Sicht aus. Darüber hinaus brachten die Staplertechniker weitere Schmiernippel an. Inzwischen übernehmen die E-Schwerlaststapler den MDF-Transport von der Produktion ins Lager, das Ein- und Auslagern sowie das seitliche Beladen von täglich bis zu 15 LKWs in der Logistikhalle.
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