09.11.2007

Stückzahl rauf beim Treckerbau

Navigation per Laser: Die Gabelstapler transportieren bis zu 1.500 kg schwere Motoren automatisch zwischen Montage und Prüfraum

FTS von Solving in der Motorenproduktion von Sisu

Der finnische Motorenhersteller Sisu produziert in seinem Werk in Linnavuori Dieselmotoren für die Traktormarken des amerikanischen Mutterkonzerns AGCO (u.a. Valtra und Massey Ferguson) sowie zum Verkauf an externe Hersteller. In die Produktionskapazitäten der Motorenfabrik wurde zuletzt kräftig investiert. Unter anderem nahm Sisu für die Endmontage eine FTS-Anlage in Betrieb, sowie eine Anlage für den fahrerlosen Transport zwischen Montage, Pufferlager und Prüfraum.

Das FTS für die Endmontage umfasst 10 induktiv geführte automatische Gabelstapler. Sie transportieren bis zu 1.200 kg schwere Dieselmotoren, die auf Montage- und Transportgestellen platziert sind. Die Fahrzeuge kommunizieren mit der SPS-basierten Systemsteuerung über Funk, können aber auch manuell von den Monteuren getaktet werden.

Das FTS für den Prüfraum umfasst zwei automatische, lasernavigierende Gabel-Fahrzeuge, die Motoren mit einem Gewicht von bis zu 1500 kg auf einer Höhe von 2,4 m anheben können. Das Transportsystem ist in die übergeordnete Produktionssteuerung integriert, die den Fluss der Dieselmotoren im Pufferlager, im Prüfraum und in den anderen Produktionsräumen überwacht.

Die Fahrzeuge sind mit Bleibatterien ausgestattet, die in Parkposition automatisch aufgeladen werden. Als Extraausstattung sind Wannen für Motorenflüssigkeiten integriert, die in einen dafür vorgesehenen Bodenablauf automatisch entleert werden.

„Mit dem FTS-System halten wir die Verkehrsflächen in der Fabrik frei von kreuzendem Verkehr und Fußgängern“, sagt Projektingenieur Petri Ruoho. Trotz der erforderlichen Programmierung sei das Transportsystem sehr flexibel im Vergleich mit konkurrierender Technik, hinsichtlich zukünftiger Layout-Änderungen, so Ruoho.
Einen deutlichen Anstieg der Stückzahl dank der neuen Systeme hat Sisu bereits verzeichnet. Deutlich genug jedenfalls, um bei Solving ein zusätzliches Fahrzeug für den Prüfraum zu bestellen.

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