Siemens Navigationssystem für Gabelstapler
Unabhängigkeitserklärung
Bisher waren Navigationssysteme für
Gabelstapler auf externe Hilfen wie
Reflektoren, Magnete oder induktive
Leitdrähte angewiesen.
Mit dem Autonomous-Navigation-System
(ANS) von Siemens können sich
Fahrzeuge ohne zusätzliche
Orientierungshilfen autonom in Hallen bewegen.
Das von Siemens Corporate Technology und Siemens Industry entwickelte System vermisst mit einem auf einem Schwenkmotor angebrachten Laserscanner die Umgebung und erstellt eine dreidimensionale Karte. Zum Einlernen von Routen fährt eine Person das Fahrzeug und teilt dem System Anfangs- und Endpunkt jeder Teilstrecke mit. Das Navigationssystem vermisst während der gesamten Fahrt die Umgebung. Danach können die Anwender dem Fahrzeug über ein Leitsystem beliebige, aus diesen Teilstrecken zusammengesetzte Routen vorgeben. Zum Lernprozess gehört auch, dem Fahrzeug Funktionen wie „Ladung aufnehmen / abstellen“ zu zeigen. Der Laserscanner reagiert nach Herstellerangaben zudem auf Hindernisse und kann Objekte wie Paletten erkennen. Bauliche Veränderungen sind beim Einsatz von ANS nicht notwendig. Das System eignet sich generell für elektrisch angetriebene Flurförderzeuge. Er wurden, bzw. werden aktuell verschiedene Standardfahrzeuge, wie Gabelstapler und Niederhubwagen, und auch Sonderfahrzeuge mit ANS ausgerüstet. Das System wird für Kunden frei angeboten und gemeinsam mit dem Hersteller des ausgewählten Fahrzeugs ein abgestimmtes ANS-Bundle aus Hardware und Software festgelegt, das der Hersteller dann bestellen kann. Insbesondere bei den ersten Projekten bietet Siemens über das reine Produkt auch die Integrations- und Inbetriebnahmeleistungen sowie die Ausbildung der Servicetechniker des Herstellers an. Zielsetzung ist, dass die Hersteller sowohl die Fahrzeugausrüstung mit ANS als auch die Fahrzeuginbetriebnahme selbständig durchführen können. Auf Wunsch bietet Siemens jedoch auch die Inbetriebnahmeleistungen mit an. Genutzt wird das System bisher unter anderem für
Gabelstapler der Firma Fendt Fördertechnik. Dafür gewann das Unternehmen auf der LogiMat die Auszeichnung „Bestes Produkt 2009“.
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