22.09.2009

Modernisierung der Intralogistik bei Cloos

Foto: AM-Automation

Neues im Tablar-Management

Möchte man Metalle dauerhaft miteinander verbinden, kommt man um das Schweißen nicht herum. Seit neun Jahrzehnten bietet das Familienunternehmen Carl Cloos Schweißtechnik GmbH aus Haiger mit weltweit über 700 Mitarbeitern Lösungen auf dem Gebiet der Lichtbogenbahnschweißtechnik und der Robotertechnologie. Um die Lagerinfrastruktur zur Produktionsversorgung und zur Auslieferung der Produkte an die Kunden zu optimieren, entschied sich das Unternehmen die gesamte Intralogistik und Auftragssteuerung am Standort Haiger zu modernisieren. Der Auftrag zur Erweiterung ihres Produktions- und Logistiksystems ging an die AM-Automation GmbH und die SALT Solutions GmbH als Umsetzungspartner mit ABAP-Know-how.

Die Partner boten gemeinsam die Integration der Produktionsplanung und -versorgung in das SAP-System an und werden das automatische Kleinteilelager anbinden. Die gesamte Materialflussteuerung, das Auftragsmanagement und die Reihenfolgeplanung in der Fertigung und Montage werden von SALT Solutions aus Würzburg übernommen. Ziel ist die komplette Umstellung der Produktionsprozesse zur Durchlaufzeitverkürzung und zur Verringerung der Bestände. Eingesetzt wird das
Manufacturing Execution System [s]-production für SAP-Anwender. Das Kleinteilelager mit ca. 3.400 Lagerplätzen für Tablare und Behälter wurde in die vorhandene Produktionshalle integriert. Mit seinen kleinen Regalbediengerät-Anfahrtsmaßen konnte AM-Automation für die Ausnutzung des Raumangebotes punkten.

Um weitere Lagerfläche zu sparen, kommt erstmals das RFID-Tablarmanagment von AM-Automation zum Einsatz, das gemeinsam mit SALT umgesetzt wird. „RFID ersetzt in dieser Anwendung nicht einfach nur den Barcode“, führen die Projektleiter an. Vielmehr werde die Technik von AM-Automation für das Tablarmanagement der Kleinladungsträger genutzt. „Mithilfe dieser RFID-Technologie ist jederzeit verfolgbar, wo sich die kleinen Behälter auf dem Tablar befinden. Auch die richtige Entnahme der Kleinteile aus den Kisten wird zukünftig durch den RFID-Einsatz sichergestellt. Der manuelle Aufwand im Wareneingang reduziert sich bei Verwendung vieler kleiner Behälter um mehr als 50 Prozent“, gibt Traub an. Cloos prüft als weiteres Einsatzfeld für die RFID-Technik die Einführung eines Produkt-Passes auf Basis der Technik für die Schweißgeräte. „Somit lässt sich jederzeit und weltweit auslesen, welche Komponenten verbaut wurden und welche Software auf das Gerät gespielt wurde“, verrät Gregor Fuchs, Projektleiter bei Cloos Schweißtechnik.

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