30.09.2008

Rheinisches Betriebsklima

Herausforderung: Gerade bei großvolumigen Produktionshallen gestaltet sich eine ausgewogene Klimatisierung besonders anspruchsvoll

LK Metallwaren nutzt Prozesswärme für Heizbetrieb

Gerade im Bereich Gewerbe- und Industriebau sind intelligente Heizsysteme gefragt, die Betriebskosten einsparen. Zusätzlich müssen diese Hallenheizsysteme den speziellen Anforderungen an die Be- und Entlüftung Rechnung tragen.

Die LK Metallwaren GmbH aus dem fränkischen Schwabach entwickelte für diese komplexen Anforderungen das Heizsystem Rheinland, das mittlerweile in vielen namhaften Produktionsbetrieben bundesweit im Einsatz ist und durch intelligente Technik Ökologie und Ökonomie effizient verbindet.

Zahnräder mit bis zu zwei Meter Durchmesser türmen sich in der neuen Halle für Hartbearbeitung der Stelter Zahnradfabrik GmbH in Bassum bei Bremen. Im April nahm das Unternehmen ihre neueste Fertigungshalle mit insgesamt 3.000 m² in Betrieb. Hochwertige Stirnketten und Zahnräder für Windkraftanlagen werden hier gefertigt. Quelle des guten Raumklimas ist das Heizsystem Rheinland der Firma LK Metallwaren GmbH aus Schwabach.

"Neben der Frage der ökologischen Hallenbeheizung sowie der Kühlung stand bei unserem Kunden insbesondere die zuverlässige Be- und Entlüftung unter Einbeziehung der Prozesswärme im Vordergrund, da bei den Arbeiten an den Zahnrädern eine hohe Abwärme entsteht, und die Luft zum Teil mit Ölnebel vermischt ist", erläutert Ferdinand Ehard, Geschäftsführer der LK Metallwaren GmbH die Ausgangslage des Projekts.

Eine technische Lösung dieser komplexen Anforderungen wurde mit dem Heizsystem Typ Rheinland konzipiert. Das Funktionsprinzip: Die Hallenluft wird über Filter angesaugt, falls erforderlich gewärmt und anschließend zugfrei in die Halle geführt. Hierdurch wird eine geringe Temperaturschichtung in der Halle und die effiziente Nutzung der Prozesswärme erzielt. In den Übergangzeiten (Frühling und Herbst) wechselt der Heizbetrieb stufenlos in einen Lüftungsbetrieb. Bei der Stelter Zahnradfabrik sorgen die drei Rheinland-Heizaggregate vom Typ RE 400 für ein ideales Heiz- und Belüftungsniveau und ersetzen dadurch die Anschaffung und Unterhaltung kostenintensiver Klimageräte.

Das „Gehirn" der Anlage bildet die intelligente Steuerung der Mischkammer, mit der die Nutzung der vorhandenen Prozesswärme zum Beheizen möglich wird. Je nach Außentemperatur wird der Anteil warmer Luft automatisch erhöht oder verringert, so dass immer eine konstante Ausblastemperatur gewährleistet ist.

Durch die Zusammenarbeit der LK Metallwaren GmbH in einem vor Ort ansässigen Heizungs- und Regelungsunternehmen ergaben sich für den Kunden weitere Vorteile in Bezug auf die Wartung. Das Regelungssystem wurde von Siemens geliefert. Es reguliert die Hallentemperatur sowie die thermischen Luftauslässe. In Abhängigkeit der Ausblastemperatur wird je nach Heiz- oder Lüftungsbetrieb die Ausblasrichtung stufenlos vertikal oder horizontal verstellt.

Bedarfsorientiert erfolgt die Ansteuerung der Heizungs- und Zuluftanlagen sowie die lastabhängige Steuerung der Ablüfter. In der ersten Stufe werden die vorhandenen RWA-Klappen im Dach unter Berücksichtigung der Raumluft- und Außentemperatur, Regen- und Windverhältnisse angesteuert. Steigt die Temperatur an, werden die Dachabluftventilatoren 3-stufig zugeschaltet.

Eine der Besonderheiten des Projekts bildete die große Anzahl der Bearbeitungszentren in der neuen Halle, die für eine konstant hohe Abwärme sorgen. Aus diesem Grund entschied sich das Unternehmen für zusätzliche Rheinland-Zuluftanlagen, um diesen Umstand zu kompensieren. Bei einer Temperatursteigerung erfolgt die stufenweise Zuschaltung der Rheinland-
Zuluftanlagen, was einen homogenen Lufthaushalt garantiert. Zur Lastoptimierung können bei Gasverbrauchsspitzen des Weiteren einzelne Anlagen abgeschaltet werden.

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